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KimchiGuide Kimchi-Rezepte Kimchi selber machen
🥬 Das Rezept hinter jedem Rezept auf dieser Seite

Kimchi selber machen

Jede KFR-Variante, jeder Eintopf, jedes Glas, über das du hier gelesen hast, beginnt hier. Das ist das vollständige hausgemachte Kimchi-Rezept — die schnelle geschnittene Methode und die traditionelle Ganzkohl-Methode im Vergleich, die Salz-Wissenschaft, vegane Alternativen und Lösungen für jeden häufigen Fehler.

2 Methoden
Einfach / Traditionell
~2 Std.
Aktive Zubereitung
1-2 Tage
Bis zur ersten Gärung
2013
UNESCO-Kulturerbe
📅 Veröffentlicht: · ✅ Geprüft von: Dr. Sarah Mitchell, Ernährungswissenschaftlerin, PhD
🔗
Das ist das Grundrezept für den ganzen deutschen Bereich dieser Seite. Sobald du eine Charge fertig hast: In unserem Marken-Vergleich siehst du, wie sich Selbstgemachtes gegenüber Supermarkt-Kimchi schlägt, und im Kimchi-Bratreis-Rezept findest du direkt eine Verwendung dafür.
⚡ Kurz & knapp

Wie macht man Kimchi selbst?

Im Kern ist Kimchi gesalzener Chinakohl, vermischt mit einer scharfen Paste (Gochugaru, Knoblauch, Ingwer, Fischsauce und meist einem süßen Klebreismehl-Brei), der dann fermentieren darf. Den Kohl etwa 1,5 Stunden salzen, um Feuchtigkeit zu ziehen und die Blätter zu festigen, abspülen, mit der Paste bedecken und in Gläser füllen. 1-2 Tage bei Raumtemperatur stehen lassen, bis es angenehm säuerlich riecht, dann kühl stellen — von da an entwickelt sich der Geschmack über Monate weiter, wie in unserer Anleitung zu den Fermentationsstufen beschrieben.

Hausgemachtes Kimchi — Wichtige Fakten
Geprüft von Ji-Young Park · Fachlich begutachtet von Dr. Sarah Mitchell, PhD
Grundzutaten
Chinakohl, grobes Salz, Gochugaru (koreanische Chiliflocken), Knoblauch, Ingwer, Fischsauce oder gesalzene Garnelen, und meist ein süßer Klebreismehl-Brei, damit die Paste an den Blättern haftet.
Zwei Hauptmethoden
Einfach/geschnitten (Mak-Kimchi) schneidet den Kohl vorab für einen schnelleren Ablauf; traditionell (Tongbaechu-Kimchi) salzt und pastet ganzen oder halbierten Kohl Blatt für Blatt.
Warum Salz am wichtigsten ist
Salz zieht Feuchtigkeit aus dem Kohl und bildet Lake, würzt ihn und begünstigt salztolerante Milchsäurebakterien gegenüber unerwünschten Mikroorganismen — alle drei Funktionen gleichzeitig.
Gochugaru, nicht Gochujang
Kimchi-Paste verwendet Gochugaru (getrocknete Chiliflocken), nicht Gochujang (eine fermentierte, dicke Chilipaste für Gerichte wie Tteokbokki) — beide werden häufig verwechselt.
Kultureller Status
Kimjang, die gemeinschaftliche Tradition des Kimchi-Herstellens und -Teilens, wurde 2013 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
Haltbarkeit
Richtig gekühlt bleibt hausgemachtes Kimchi monatelang sicher genießbar und fermentiert dabei stetig weiter.
Quelle: Ji-Young Park, KimchiGuide.com — „Kimchi selber machen — Die komplette Anleitung für hausgemachtes Kimchi.“ Veröffentlicht 28. Juli 2026. Fachlich geprüft von Dr. Sarah Mitchell, PhD. URL: https://kimchiguide.com/de/kimchi-selber-machen/
Woher es kommt

Geschichte & Kimjang-Tradition

Kimchi ist keine moderne Erfindung, die sich als Tradition ausgibt — es ist eine der ältesten durchgehend gepflegten kulinarischen Traditionen der Welt, mit einer kulturellen Bedeutung, die weit über eine Beilage hinausgeht.

Eine Gemeinschaft trifft sich, um während der Kimjang-Saison gemeinsam große Mengen Kimchi herzustellen
Die Geschichte des Kimchis — geprüfte Zeitlinie
Geprüft von Ji-Young Park
Dokumentierte Ursprünge
Rezepte für fermentiertes, gesalzenes Gemüse, die frühem Kimchi ähneln, sind in koreanischen Aufzeichnungen mindestens bis ins 13. Jahrhundert belegt — lange bevor Chili überhaupt im Spiel war.
Wann Chili dazukam
Chili (die Grundlage für Gochugaru) kam erst um das 17. Jahrhundert zum Kimchi hinzu, nachdem Chilischoten Korea erreichten — das scharfe, rote Kimchi, das die meisten heute vor Augen haben, ist also tatsächlich eine spätere Entwicklung.
Kimjang — die gemeinschaftliche Tradition
Kimjang ist die Praxis, bei der Familien und Gemeinschaften im Spätherbst gemeinsam große Mengen Kimchi herstellen und teilen — historisch, um vor der Erfindung des Kühlschranks den Winter zu überstehen.
UNESCO-Anerkennung
Kimjang wurde 2013 in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen — dieselbe Kategorie internationaler Anerkennung wie etwa die französische gastronomische Mahlzeit.
Weiterer Kulturerbe-Status
Südkoreas Kulturerbe-Behörde erklärte die gesamte Praxis der Kimchi-Herstellung später zusätzlich zum Nationalen Immateriellen Kulturerbe — über Kimjang im engeren Sinn hinaus, inklusive regionaler Kimchi-Stile.
Mehr als ein Rezept
Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten zur koreanischen Esskultur verbinden Kimchi und Kimjang mit tiefer liegenden Werten der koreanischen Tradition — gemeinschaftliches Teilen, familiäre Zusammenarbeit und ein Leben im Einklang mit den Jahreszeiten.
Wissen, was man kauft

Zutaten erklärt

Ein paar dieser Zutatennamen werden ständig verwechselt — gut, das vor dem ersten Einkauf zu klären.

Wichtige Begriffe — Kimchi-Zutaten
Gochugaru (고추가루)
Koreanische Chiliflocken, von mild bis scharf — das kommt für Farbe und Schärfe in die Kimchi-Paste.
Gochujang — NICHT dasselbe
Eine fermentierte, dicke rote Chilipaste, die in Gerichten wie Tteokbokki und Bibimbap-Sauce verwendet wird. Trotz des ähnlichen Namens keine Standardzutat für Kimchi.
Saeujeot (새우젓)
Gesalzene, fermentierte kleine Garnelen, in traditionellen Rezepten sparsam für zusätzlichen Umami-Geschmack eingesetzt.
Baechu (배추)
Chinakohl — das Hauptgemüse im gängigsten Kimchi, dank seiner weichen, wasserreichen Blätter.
Klebreismehl-Brei
Ein dünner, gekochter Brei aus Klebreismehl und Wasser, der hilft, die Gewürzpaste gleichmäßig an den Kohlblättern haften zu lassen.
Myulchiaekjeot (멸치액젓)
Koreanische Fischsauce aus fermentierten Sardellen — die gängigste Fischsauce in Kimchi-Paste.
Salz ist genauso wichtig wie jede dieser Zutaten: grobes Meersalz oder unjodiertes Salz verwenden, kein Jodsalz — warum, steht im Abschnitt zur Salz-Wissenschaft.
Bevor es losgeht

Den richtigen Chinakohl & das richtige Wasser wählen

Zwei Zutaten, die in den meisten Rezepten kaum erwähnt werden — beide beeinflussen aber leise, wie das Kimchi am Ende wird.

Hand wählt einen frischen, fest geschlossenen Chinakohlkopf im Supermarkt aus
Worauf achtenWarum es wichtig ist
Gewicht im Verhältnis zur GrößeEin Kohlkopf, der sich für seine Größe schwer anfühlt, ist dichter und wasserreicher — ein leichterer Kopf gleicher Größe hat oft lockerere, trockenere Blätter, die ungleichmäßig salzen
Festigkeit des KopfesFeste, dicht geschlossene Blätter halten beim Salzen und Vermischen besser zusammen als ein loser, aufgeplatzter Kopf
FarbeBlassgelb-grün im Kern und knackig weiß am Strunk ist ideal — Köpfe mit dunklen, welken oder schleimigen äußeren Blättern meiden
Leitungswasser-QualitätStark gechlortes Leitungswasser kann die Milchsäurebakterien hemmen, die die Fermentation antreiben — genau wie es Bakterien in einem Aquarium hemmen würde
💡 Einfacher Wasser-TrickWenn dein Leitungswasser stark gechlort ist, koche es ab und lasse es vollständig abkühlen, bevor du es im Rezept verwendest — das entfernt den Großteil des Chlors, ohne dass gefiltertes oder stilles Wasser aus der Flasche nötig wäre.
Wo bekommt man das her?

Zutaten in Deutschland finden

Gochugaru und Klebreismehl stehen selten im normalen Supermarktregal — hier findest du sie zuverlässig.

🥬
Chinakohl
Wo erhältlich
In den meisten größeren Supermärkten (REWE, EDEKA, Kaufland) ganzjährig verfügbar, saisonal auch günstiger auf dem Wochenmarkt
🌶️
Gochugaru, Fischsauce & Klebreismehl
Wo erhältlich
Asia-Märkte in größeren Städten haben die zuverlässigste Auswahl und meist die besten Preise; online über Amazon oder spezialisierte koreanische Lebensmittelhändler ebenfalls gut verfügbar
🧂
Unjodiertes grobes Salz
Wo erhältlich
Bioläden und Reformhäuser führen meist unjodiertes grobes Meersalz — im normalen Supermarktregal ist Jodsalz oft die Standardware, also aufs Etikett achten
Ein Vorteil des Selbermachens: Im VKI-Test 2026 hatten nur 3 von 13 getesteten Supermarkt-Kimchis noch lebende Kulturen — beim eigenen Ansatz weißt du immer genau, was drin ist und dass es garantiert lebt.
Das Rezept

Einfaches Kimchi-Rezept (Mak-Kimchi)

Das ist der schnellste zuverlässige Weg zu echtem hausgemachtem Kimchi — der Kohl wird vorab in mundgerechte Stücke geschnitten, also kein Blatt-für-Blatt-Einreiben nötig. Gleicher Geschmack wie die traditionelle Methode, weniger Zeitaufwand.

Fertiges hausgemachtes einfaches Kimchi, tiefrot und glänzend, im Glas abgefüllt
1,5 Std.
Vorbereitung & Salzen
15 Min.
Vermischen
1-2 Tage
Gärung bei Raumtemp.
~3 kg
Ergibt

Zutaten

ZutatMenge
Chinakohl1 großer Kopf (ca. 2-2,5 kg)
Grobes Meersalz oder unjodiertes Salz70 g, zum Salzen des Kohls
Klebreismehl2 EL (ca. 20 g)
Wasser (für den Brei)700 ml
Zucker50 g
Gochugaru (koreanische Chiliflocken)60-120 g, nach Geschmack
Fischsauce60 ml (oder Sojasauce/Tamari — siehe vegane Alternativen unten)
Knoblauch, gehackt2 EL
Ingwer, gerieben1 TL
Zwiebel, grob gehackt1 kleine
Koreanischer Rettich (Mu), julienne geschnitten100 g, optional
Frühlingszwiebeln, in 3-5 cm Stücke geschnitten4-5 Stangen

Schritt für Schritt, ganz genau

Jeder Schritt unten beschreibt genau, woran du erkennst, dass du auf dem richtigen Weg bist — nicht nur eine Liste von Handlungen.

1
Kohl schneiden und salzen
⏱️ Etwa 1 Stunde 45 Minuten, größtenteils passiv
Gevierteltet Chinakohl mit grobem Salz bestreut in einer großen Schüssel

Den Chinakohl längs durch den Strunk halbieren, dann jede Hälfte noch einmal halbieren, sodass vier lange Viertel entstehen. Den festen weißen Strunk am Ende jedes Viertels schräg herausschneiden, dann die Blätter quer in mundgerechte Stücke schneiden, etwa 4-5 cm groß.

Den geschnittenen Kohl kurz in einer großen Schüssel kaltem Wasser abspülen, um Schmutz zu entfernen, dann gut abtropfen lassen. In einer großen Schüssel oder Wanne ausbreiten und das Salz in Etappen statt auf einmal darüber streuen:

  • Etwa ein Drittel des Salzes darüberstreuen, vorsichtig mit den Händen wenden, 30 Minuten ruhen lassen.
  • Noch einmal wenden, das zweite Drittel dazugeben, weitere 30 Minuten ruhen lassen.
  • Ein letztes Mal wenden, das restliche Salz dazugeben, 30-45 Minuten final ruhen lassen.

Diese gestaffelte Vorgehensweise salzt den Kohl gleichmäßiger, als alles auf einmal draufzukippen, weil das Salz zwischen den Wendungen Zeit hat, in jedes Stück einzuziehen.

Woran du erkennst, dass es fertig ist: Der Kohl sollte sichtbar welk und an den Rändern durchscheinend aussehen, und ein dickes Stück Strunk sollte sich biegen lassen, ohne zu brechen — bricht es noch wie frischer Kohl, gib ihm weitere 15-20 Minuten.
2
Gründlich abspülen und abtropfen lassen
⏱️ Etwa 10 Minuten
Gesalzener Kohl wird unter kaltem fließendem Wasser in einem Sieb abgespült

Den gesalzenen Kohl in ein Sieb geben und unter kaltem fließendem Wasser abspülen, dabei mit den Händen wenden, damit das Wasser überall hinkommt, nicht nur an die oberste Schicht. Das dreimal wiederholen — mit frischem Wasser in einer Schüssel, wenn du lieber durch Eintauchen statt unter fließendem Wasser spülst.

Nach dem dritten Spülgang den Kohl gut 10 Minuten im Sieb stehen lassen, dabei ein- oder zweimal wenden, damit möglichst viel Wasser abtropft, bevor irgendetwas mit der Paste in Berührung kommt.

Warum genau drei Spülgänge: Ein Spülgang entfernt oberflächliches Salz, lässt aber genug in den Falten jedes Stücks zurück. Drei Durchgänge bringen die Salzigkeit zuverlässig auf ein gewürztes, aber nicht salziges Niveau, ohne so viel abzuspülen, dass der Kohl fade schmeckt — siehe Fehlerbehebung, falls es danach trotzdem zu salzig ist.
3
Den Klebreismehl-Brei zubereiten
⏱️ Etwa 15 Minuten, plus Abkühlzeit
Süßer Klebreismehl-Brei köchelt und wird in einem kleinen Topf dickflüssig

Das Klebreismehl in einem kleinen Topf noch in kaltes Wasser einrühren — kaltes Verrühren verhindert Klümpchen, bevor die Hitze dazukommt. Sobald es glatt ist, den Topf auf mittlere Hitze stellen.

Beim Erhitzen ständig rühren. Zunächst wirkt es dünn und trüb, dann verdickt es sich allmählich zu einem dünnflüssigen, gießbaren Brei, ähnlich einer leichten Soße. Das dauert meist 5-8 Minuten aktives Rühren.

Sobald er eingedickt ist, den Zucker einrühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat, vom Herd nehmen und vollständig auf Raumtemperatur abkühlen lassen, bevor der nächste Schritt folgt — Gochugaru oder Knoblauch in einen heißen Brei zu geben, kann den Geschmack abschwächen und den Knoblauch sogar leicht garen.

Woran du erkennst, dass er dick genug ist: Einen Löffel eintauchen und mit dem Finger über die Rückseite fahren — der Brei sollte eine klare Spur halten, statt sofort wieder zusammenzulaufen.
4
Die Kimchi-Paste herstellen
⏱️ Etwa 10 Minuten
Dicke rote Kimchi-Paste wird mit einem Löffel in einer großen Schüssel verrührt

In einer großen Rührschüssel den abgekühlten Klebreismehl-Brei zuerst mit dem Gochugaru vermengen, bis eine gleichmäßige, tiefrote Mischung ohne trockene, unbenetzte Chiliflocken entsteht. Das Gochugaru ein paar Minuten im Brei ziehen zu lassen, bevor etwas anderes dazukommt, hilft ihm, sich zu entfalten und leicht aufzuweichen.

Fischsauce, gehackten Knoblauch, geriebenen Ingwer und grob gehackte Zwiebel dazugeben. Wer eine glattere, gleichmäßigere Paste bevorzugt, kann die Zwiebel (und sogar Knoblauch und Ingwer) mit einem Schuss des Breis in einer Küchenmaschine pürieren — beides funktioniert, das ist eine Frage der Textur-Vorliebe, nicht der Korrektheit.

Alles zu einer dicken, streichfähigen, glänzenden roten Paste vermischen. Sie sollte auf einem Löffel ihre Form halten, ohne steif oder trocken zu sein.

Jetzt probieren: Die Paste sollte schon vor dem Kontakt mit dem Kohl ausgewogen zwischen salzig, herzhaft und scharf schmecken — an dieser Stelle Gochugaru für mehr Schärfe oder Fischsauce für mehr Salzigkeit anpassen, das ist deutlich einfacher als nach dem Vermischen mit dem Kohl.
5
Alles vermischen
⏱️ Etwa 15 Minuten
Behandschuhte Hände massieren rote Kimchi-Paste in geschnittenen Kohl und Gemüse ein

Rettich-Julienne und Frühlingszwiebeln zuerst in die Paste geben und wenden, dann den abgetropften, gesalzenen Kohl in mehreren Portionen statt auf einmal dazugeben — so lässt sich eine gleichmäßige Beschichtung deutlich einfacher erreichen als bei ein paar überpasteten Stücken und vielen unbedeckten.

Lebensmittelechte Handschuhe anziehen (Gochugaru färbt die Haut und brennt in kleinen Schnitten) und alles von Hand vermengen, dabei die Paste in jede Falte jedes Stücks einarbeiten. Von Hand funktioniert hier spürbar besser als mit einem Löffel, weil man fühlt, welche Stücke noch mehr Paste brauchen.

Woran du erkennst, dass genug vermischt ist: Jedes Stück Kohl, Rettich und Frühlingszwiebel sollte gleichmäßig rot aussehen, ohne blasse, unbedeckte Stellen, wenn du eine Handvoll ausbreitest und genau hinschaust.
6
Gläser abfüllen und Fermentation starten
⏱️ 10 Minuten aktiv, dann 1-2 Tage warten
Frisch vermischtes Kimchi wird fest in saubere Gläser gefüllt

Das fertige Kimchi portionsweise in saubere Gläser füllen und nach jeder Portion mit dem Löffelrücken oder der (weiterhin behandschuhten) Faust fest andrücken, um eingeschlossene Luft herauszudrücken. Oben im Glas etwa 3-4 cm Platz lassen — bei der Fermentation entsteht Gas, und ein zu volles Glas kann überlaufen oder den Deckel abheben.

Innerhalb weniger Stunden bis eines Tages sollte Lake um die Feststoffe herum aufsteigen, während das Salz weiter Feuchtigkeit zieht — liegt ein Stück über der Lake, einfach wieder hinunterdrücken.

Die Gläser 1-2 Tage bei kühler Raumtemperatur (18-22°C) stehen lassen. Täglich prüfen: Ein leicht säuerlicher Geruch und kleine Bläschen in der Lake bedeuten, dass es richtig fermentiert. Sobald es angenehm säuerlich statt nur salzig und roh riecht, die Gläser in den Kühlschrank stellen.

Was als Nächstes passiert: Kühlung verlangsamt die Fermentation, ohne sie zu stoppen — dein Kimchi entwickelt sich von hier an über Wochen und Monate geschmacklich weiter. Genau, was du dabei erwarten kannst, steht in der Anleitung zu den Fermentationsstufen.
💡 Dieses Rezept skalierenDas Rezept lässt sich linear skalieren — für eine kleinere Testcharge alles halbieren, oder für eine kimjang-artige Großcharge verdoppeln, immer im gleichen Verhältnis.
⚠️ Den Spülgang nicht auslassenDen Kohl nach dem Salzen abzuspülen ist der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird — und das Überspringen ist der häufigste Grund für zu salziges Kimchi. Vollständige Lösung unter Fehlerbehebung.
Interaktives Tool
🌶️ Schärfegrad- & Mengenrechner
Stelle ein, wie scharf es werden soll und wie viel du herstellst — jede Zutat unten skaliert automatisch mit.
Schärfegrad:Mittel
MildMittelScharf
Chargengröße:
Ergibt: ~3 kg
Angepasste Mengen für deinen gewählten Schärfegrad und deine Chargengröße.
Gochugaru90 g
Salz70 g
Fischsauce60 ml
Knoblauch2 EL
Ingwer1 TL
Zucker50 g

Salz, Knoblauch, Ingwer und Zucker skalieren nur mit der Chargengröße. Gochugaru skaliert sowohl mit der Chargengröße als auch mit dem gewählten Schärfegrad — alles andere im Rezept (Kohl, Rettich, Frühlingszwiebeln) skaliert 1:1 mit der Anzahl der Kohlköpfe.

Die langsamere, tiefere Version

Traditionelle Ganzkohl-Methode (Tongbaechu-Kimchi)

Das ist die Methode hinter Kimjang — Kohl wird in Hälften oder Vierteln gesalzen und eingerieben statt geschnitten, näher an der Art, wie er für große gemeinschaftliche Chargen hergestellt wird.

Einfach / Mak-KimchiTraditionell / Tongbaechu-Kimchi
Kohl-VorbereitungVor dem Salzen in mundgerechte Stücke geschnittenIn Hälften oder Viertel geschnitten, bleibt beim Salzen und Einreiben größtenteils intakt
Salz-MethodeTrocken direkt in einer Schüssel gesalzen, regelmäßig gewendetOft in Salzlake eingeweicht, dann über mehrere Stunden regelmäßig gewendet
Paste auftragenDirekt in den geschnittenen Kohl eingemischtBlatt für Blatt von Hand zwischen die Kohlschichten gestrichen
Aktive GesamtzeitSchneller — kein Blatt-für-Blatt-AufwandLänger — mehr Handarbeit pro Charge
Am besten fürErste Chargen, kleinere Mengen, Feierabend-VorbereitungGrößere Chargen, kimjang-artige gemeinschaftliche Herstellung, traditionellere Präsentation
EndgeschmackIdentisch — gleiche Zutaten, gleiche FermentationIdentisch — gleiche Zutaten, gleiche Fermentation
Sie schmecken gleich: Der Unterschied zwischen den beiden Methoden liegt komplett in der Kohl-Vorbereitung und im Zeitaufwand — Zutaten, Verhältnisse und Fermentationsprozess sind identisch. Wähle also danach, wie viel Zeit du hast, nicht danach, welche Methode „authentischer“ schmeckt.

Wie das Blatt-für-Blatt-Einreiben genau funktioniert

Hände streichen rote Kimchi-Paste zwischen die Blätter eines halbierten Chinakohls

Nach dem Salzen und Abspülen des halbierten oder geviertelten Kohls (genauso wie bei der einfachen Methode, nur behutsamer, damit das Stück ganz bleibt) jedes Stück auf einem Brett oder Tablett auslegen, die Blätter wie ein aufgeschlagenes Buch auffächern. Beginnend beim äußersten Blatt einen Löffel Paste gleichmäßig auf jedem Blatt verteilen, nach innen zum Kern hin arbeiten, jedes Blatt dabei anheben, damit die Paste zwischen jede Schicht kommt, nicht nur an die Oberfläche.

Sobald jedes Blatt bedeckt ist, das ganze Stück wieder in seine ursprüngliche Form zusammenfalten, das äußerste Blatt wie ein Paket darumwickeln, und mit der Schnittfläche nach oben ins Glas oder den Gärtopf packen. So entsteht der klassische Look von ganzem Kimchi, das am Tisch in Scheiben serviert wird.

Warum sich der Aufwand lohnt: Neben der Tradition gibt das Blatt-für-Blatt-Einreiben mehr Kontrolle über die Pasteverteilung bei einer großen Charge und erhält die Struktur des Kohls für eine eindrucksvollere Präsentation — bei einer großen kimjang-artigen Charge wirklich sinnvoll, für ein schnelles Feierabend-Glas weniger nötig.
Diesen Teil richtig machen

Die Wissenschaft des Salzes in Kimchi

Salz erledigt in Kimchi gleichzeitig drei verschiedene Aufgaben — wer alle drei versteht, versteht auch, was meistens schiefgeht.

Was Salz bewirktWarum es wichtig ist
Zieht Feuchtigkeit aus dem KohlDas erzeugt die Lake, in der der Kohl liegt, und festigt die Blätter, damit sie während der Fermentation ihre Textur behalten, statt matschig zu werden
Würzt den Kohl direktRichtig gesalzener Kohl schmeckt schon für sich ausgewogen, noch bevor die Paste dazukommt
Begünstigt die richtigen BakterienSalztolerante Milchsäurebakterien gedeihen in gesalzener Umgebung, während viele unerwünschte Verderbniskeime dabei nicht mithalten können — derselbe Mechanismus, der in unserer Anleitung zu den Fermentationsstufen ausführlicher erklärt wird
Salz — praktische Zahlen
Geprüft von Ji-Young Park
Welches Salz
Grobes Meersalz oder unjodiertes Salz — kein Jodsalz, da Jod die für die Fermentation verantwortlichen Milchsäurebakterien hemmen kann. Wichtig für Deutschland: normales Speisesalz im Supermarkt ist sehr häufig standardmäßig jodiert — im Bioladen nach unjodierter Ware suchen.
Übliche Salzdauer
Etwa 1,5 Stunden für geschnittenen Kohl, alle 30 Minuten gewendet — ganzer oder halbierter Kohl bei der traditionellen Methode kann länger brauchen.
Richtwert Lake-Salzgehalt
Viele Quellen nennen einen Ziel-Salzgehalt der Lake von etwa 3% als groben Richtwert — vergleichbar mit Meerwasser.
Der Spülgang ist nicht optional
Das Abspülen nach dem Salzen entfernt überschüssiges Oberflächensalz — es auszulassen ist der häufigste Grund für zu salziges fertiges Kimchi.
Nicht jeder isst Fischsauce

Vegane & pescetarische Alternativen

Traditionelle Kimchi-Paste setzt für Tiefe auf Fischsauce und gesalzene Garnelen — beides lässt sich problemlos ersetzen, ohne dass das Gericht seinen Charakter verliert.

Traditionelle ZutatAlternativeGeschmackliche Auswirkung
Fischsauce (Myulchiaekjeot)Sojasauce, Tamari oder eine vegane Fischsauce-Alternative aus dem HandelEtwas weniger tiefer Umami, aber weiterhin ausgewogen und herzhaft
Saeujeot (gesalzene Garnelen)Ganz weglassen, oder zusätzliche Sojasauce/Miso für Umami-TiefeSpürbar milder, näher an einer „sauberen“ Gemüse-Fermentation
Zucker (bei Verzicht auf raffinierten Zucker)Etwas Fruchtpüree (koreanische Birne oder Apfel) in der PasteEtwas fruchtigere Süße, insgesamt ähnliche Balance

Vollständig veganes Kimchi fermentiert genauso wie traditionelles — die Alternativen oben verändern nur den Geschmack, nicht den Fermentationsprozess selbst, da die eigentliche Arbeit von Milchsäurebakterien aus dem Kohl und der Umgebung übernommen wird, nicht von Fischsauce oder Garnelen.

In Zahlen

Nährwerte (pro Portion)

Basierend auf einer üblichen 100-g-Portion fertigem, hausgemachtem Chinakohl-Kimchi nach dem Einfachen Kimchi-Rezept oben.

Nährwerte

Pro 100 g Portion
Kalorien~20 kcal
Fett gesamt0,3 g
davon gesättigte Fettsäuren0 g
Natrium~500-750 mg
Kohlenhydrate gesamt~4 g
davon Ballaststoffe1,5 g
davon Zucker1,5 g
Eiweiß1,5 g
Vitamin C~15-20% des Tagesbedarfs
Vitamin K~40-50% des Tagesbedarfs
Näherungswerte — der tatsächliche Natrium- und Kaloriengehalt schwankt je nach abgespültem Salz, Gochugaru-Menge und Fermentationsdauer. Auf Plausibilität geprüft von Dr. Sarah Mitchell, PhD; kein Ersatz für laborgeprüfte Nährwertdaten.
Nachdem das Glas gefüllt ist

Fermentieren & Lagern deines Kimchis

Was nach dem Abfüllen passiert, ist genauso wichtig wie alles davor.

🌡️
Erst Raumtemperatur

Frisch abgefülltes Kimchi 1-2 Tage bei kühler Raumtemperatur (18-22°C) stehen lassen, um die Fermentation anzukurbeln, dann kühl stellen.

🧊
Dann kühlen

Kühlung verlangsamt die Fermentation deutlich, ohne sie zu stoppen — dein Kimchi entwickelt im Kühlschrank noch monatelang weiter Geschmack.

📅
Reifestufe kennen

Frisch, jung, reif oder überreif passen zu unterschiedlichen Gerichten — die vollständige Übersicht steht in der Fermentationsstufen-Anleitung.

Nicht sicher, welche Stufe du hast oder was du damit kochen sollst? Die Kimchi-Fermentationsstufen-Anleitung zeigt genau, wie du Frisch, Reif und Überreif am Geruch, Geräusch und Geschmack unterscheidest, und welches Rezept zu welcher Stufe passt.
💡 Immer bedeckt haltenNach jeder Entnahme das Kimchi wieder andrücken, damit die Lake über den Feststoffen bleibt — Stücke, die über der Lake herausragen, sind die häufigste Ursache für Schimmel.

Nichts wird verschwendet

Aufbewahrte Kimchi-Lake und -Paste in beschrifteten Einmachgläsern im Kühlschrank
🧊
Übrige Paste einfrieren

Doppelte Menge Paste gemacht, aber nicht genug Kohl zur Hand? Die übrige Paste portionsweise einfrieren — sie hält sich monatelang und lässt sich direkt in frisch gesalzenen Kohl einmischen.

🥣
Lake weiterverwenden

Übrige Kimchi-Lake (die Flüssigkeit am Boden des Glases) eignet sich als würzige Basis für Salatdressings, Marinaden oder als zusätzliche Geschmackstiefe in Bratreis oder Eintopf, statt weggeschüttet zu werden.

📦
Vor der Weiterfermentation aufteilen

Eine frische Charge direkt nach dem Vermischen auf zwei Gläser aufteilen — eines bei Raumtemperatur stehen lassen, um schneller reif zu werden, das andere sofort kühlen, um länger jung und mild als Beilage zu bleiben.

Jeden häufigen Fehler beheben

Fehlerbehebung

Fast jedes Kimchi-Problem lässt sich auf Salz, Temperatur oder Hygiene zurückführen. Wähle unten aus, was bei dir auftritt, für eine sofortige Antwort, oder scrolle durch die vollständige Tabelle darunter.

Wahrscheinliche Ursache
Lösung:

Vollständige Referenztabelle

ProblemWahrscheinliche UrsacheLösung
Zu salzigNicht gründlich genug nach dem Salzen abgespült, oder Jodsalz verwendetDen Kohl nach dem Salzen 2-3 Mal abspülen; nächstes Mal grobes Meersalz oder unjodiertes Salz verwenden. Bei einer bereits zu salzigen Charge hilft zusätzlicher, ungewürzter Rettich oder Kohl zum Verdünnen
Nicht salzig genugBeim ersten Salzen zu wenig verwendet, oder danach zu stark abgespültEtwas Salz direkt in das fertig vermischte Kimchi geben, nach und nach und nach Geschmack
Matschige oder schleimige TexturZu langes oder zu starkes Salzen zerstört die Zellwände; zu viel Zucker im Verhältnis zum Salz kann ebenfalls schleimig machenNächstes Mal kürzer salzen; das Zucker-Salz-Verhältnis prüfen; diese Charge vor allem in gekochten Gerichten verwenden, wo Textur weniger zählt
Fermentiert nicht / keine BläschenSalzkonzentration zu hoch, oder Raumtemperatur zu kaltDas Glas länger bei moderater Raumtemperatur (18-22°C) stehen lassen, bevor du urteilst; beim nächsten Mal weniger Salz verwenden, falls das öfter passiert
Schimmel oder unangenehmer GeruchVerunreinigung durch unsaubere Utensilien, oder Kimchi lag nicht dauerhaft unter der LakeBei fusseligem oder buntem Schimmel entsorgen; immer saubere Utensilien verwenden und Kimchi nach der Entnahme wieder unter die Lake drücken
Nicht rot genug / schwacher GeschmackZu wenig Gochugaru, oder minderwertige/alte ChiliflockenGochugaru-Menge nach Geschmack erhöhen, und frisches, gutes koreanisches Gochugaru statt generischer Chiliflocken verwenden
Mehr als nur Chinakohl

Weitere Kimchi-Varianten, die sich lohnen

Sobald du mit dem Grundrezept vertraut bist, sind das schnelle Abwandlungen nach demselben Salz-und-Paste-Prinzip — eigene vollständige Rezepte braucht es nicht mehr, sobald die Grundmethode sitzt.

Kkakdugi, gewürfeltes koreanisches Rettich-Kimchi, in einer Schale
Kkakdugi
깍두기 — Gewürfeltes Rettich-Kimchi

Koreanischer Rettich (Mu), in 2,5-cm-Würfel geschnitten statt Kohl. Fermentiert dank des höheren Wassergehalts schneller als Kohl-Kimchi.

Anpassung: Gleiche Pastenverhältnisse wie im Einfachen Kimchi-Rezept, aber den Klebreismehl-Brei weglassen — Rettich braucht ihn nicht, um die Paste zu halten.
Oi-sobagi, gefülltes Gurken-Kimchi, aufgeschnitten mit sichtbarer Füllung
Oi-sobagi
오이소박이 — Gefülltes Gurken-Kimchi

Kleine koreanische oder Mini-Gurken, eingeschnitten und mit einer schnellen Paste gefüllt statt vollständig eingelegt — eine frische, knackige, schnell fermentierende Sommervariante.

Anpassung: Die Gurken nur 20-30 Minuten salzen (nicht 1,5 Stunden), da sie viel wasserreicher als Kohl sind, und weniger Paste pro Volumen verwenden.
Baek-Kimchi, blasses, nicht-scharfes Chinakohl-Kimchi in klarer Lake
Baek-Kimchi
백김치 — Weißes (nicht-scharfes) Kimchi

Die gleiche Chinakohl-Basis, fermentiert in einer klaren, leicht süßen Lake, komplett ohne Gochugaru — eine gute Option für alle, die Schärfe ganz meiden möchten.

Anpassung: Gochugaru komplett weglassen, Knoblauch/Ingwer/Zwiebel beibehalten, und Birnen-, Kastanien- oder Jujube-Julienne für die traditionelle milde Süße in die Lake geben.
Yeolmu- und Chonggak-Kimchi aus jungem Rettich mit anhängendem Grün
Yeolmu / Chonggak
열무 / 총각김치 — Junges Rettich-Kimchi

Mit ganzem jungem Rettich samt Grün statt Chinakohl hergestellt — wird oft mit Nudeln (Yeolmu-Guksu) serviert statt als eigenständige Beilage.

Anpassung: Etwas weniger und kürzer salzen als bei Kohl, da das Grün empfindlicher ist und schneller welkt.
Fermentationsgeschwindigkeit im Vergleich: Die Fermentationsstufen-Anleitung erklärt ausführlicher, warum rettichbasierte Varianten wie Kkakdugi und Chonggak schneller fermentieren als klassisches Kohl-Kimchi.
Jetzt, wo du ein Glas hast

Was du mit deinem Kimchi machen kannst

Sobald deine Charge die gewünschte Reifestufe erreicht hat, hier geht’s weiter.

Lieber kaufen als selbst machen? Kein Problem — in unserem Vergleich der besten Kimchi-Marken in Deutschland steht, welches Glas am nächsten an selbstgemacht herankommt.
Fragen, beantwortet

Häufig gestellte Fragen

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Die aktive Vorbereitungszeit beträgt etwa 1,5-2 Stunden (Salzen, Abspülen, Vermischen), plus 1-2 Tage bei Raumtemperatur für die erste Fermentation, bevor es in den Kühlschrank kommt. Die traditionelle Ganzkohl-Methode kann etwas länger dauern, da Salzen und Abtropfen aufwendiger sind.

Bei der einfachen Methode (Mak-Kimchi) wird der Kohl vor dem Salzen und Vermischen in mundgerechte Stücke geschnitten, was schneller und einfacher ist. Bei der traditionellen Methode (Tongbaechu-Kimchi) wird der Kohl in Hälften oder Vierteln gesalzen und die Paste Blatt für Blatt eingerieben — aufwendiger, aber näher an der Art, wie Kimchi während des Kimjang hergestellt wird.

Meist, weil der gesalzene Kohl nicht gründlich genug abgespült wurde, oder weil Jodsalz statt grobem Meersalz oder unjodiertem Salz verwendet wurde. Den Kohl nach dem Salzen 2-3 Mal abspülen und unjodiertes Salz verwenden sind die beiden zuverlässigsten Lösungen.

Matschige Textur entsteht meist durch zu langes oder zu starkes Salzen, wodurch die Zellwände zerstört werden. Eine schleimige Textur deutet meist auf zu viel Zucker im Verhältnis zum Salz hin, oder auf eine zu warme Fermentationstemperatur.

Das bedeutet meist, dass die Salzkonzentration zu hoch war oder die Raumtemperatur zu kalt, um die Milchsäurebakterien zu aktivieren. Das Glas länger bei moderater Raumtemperatur (18-22°C) stehen lassen, oder beim nächsten Mal weniger Salz verwenden, löst das Problem meist.

Ja. Sojasauce, Tamari oder eine vegane Fischsauce-Alternative können Fischsauce und Saeujeot (gesalzene Garnelen) für ein vollständig veganes Kimchi ersetzen — der Hauptunterschied ist ein etwas weniger tiefer Umami-Geschmack.

Grobes Meersalz oder unjodiertes Salz, kein Jodsalz. In Deutschland ist normales Speisesalz häufig standardmäßig jodiert — im Bioladen oder Reformhaus gibt es unjodiertes grobes Meersalz. Jod kann die für die Fermentation verantwortlichen Milchsäurebakterien hemmen.

Richtig gekühlt bleibt hausgemachtes Kimchi mehrere Monate sicher genießbar und fermentiert dabei stetig weiter — mehr dazu in der Fermentationsstufen-Anleitung.

Pro Kilogramm meist ja, besonders bei größeren Mengen, auch wenn die Anfangsinvestition in Gochugaru und Gläser für die erste Charge ins Gewicht fällt. Wer lieber kauft, findet in unserem Vergleich der besten Kimchi-Marken eine gute Orientierung.

Chinakohl wird klar bevorzugt, da seine weicheren, wasserreicheren Blätter die Paste besser aufnehmen und gleichmäßiger fermentieren. Normaler Weißkohl ist fester und weniger traditionell und ergibt eine spürbar andere Textur und einen anderen Geschmack.

Nein — ein sauberes Glas mit locker aufliegendem oder ventiliertem Deckel reicht zu Hause völlig aus. Traditionell wurden in koreanischen Haushalten Tongefäße (Onggi) verwendet, manche nutzen heute spezielle Kimchi-Kühlschränke, beides ist aber nicht notwendig für ein gutes Ergebnis.

Kimjang ist die traditionelle koreanische Praxis, bei der Gemeinschaften und Familien im Spätherbst gemeinsam große Mengen Kimchi herstellen und teilen, um den Winter zu überstehen. Die UNESCO hat Kimjang 2013 als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.

Ji-Young Park Porträt
Geschrieben von
Ji-Young Park
Koreanische Food-Autorin & Fermentations-Expertin
12 Jahre Erfahrung200+ Chargen getestet

Ji-Young schreibt die Rezept- und Fermentationswissenschafts-Inhalte von KimchiGuide und hat beide Methoden — einfach und traditionell — für diese Anleitung im direkten Vergleich getestet.

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Dr. Sarah Mitchell Porträt
Geprüft von
Dr. Sarah Mitchell
Ernährungswissenschaftlerin, PhD
PhD Ernährungswissenschaft

Dr. Mitchell prüft die Aussagen zu Salz, Fermentationssicherheit und Nährwerten auf dieser Seite vor Veröffentlichung auf fachliche Richtigkeit.

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Julia B. ★★★★★
Erste Charge überhaupt und es hat tatsächlich geklappt — der Hinweis „Spülgang nicht auslassen“ hat mich vor einem zu salzigen Glas bewahrt.
Tobias K. ★★★★☆
Vegane Version mit Sojasauce statt Fischsauce gemacht, super geworden. Eine Kkakdugi-Anleitung wäre als Nächstes toll.

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